OpenMage

Interview mit Daniel Fahlke zu OpenMage

Wenige Wochen vor dem End-of-Life für Magento 1 habe ich (Carsten Stech) ein Interview mit Daniel Fahlke von OpenMage geführt. Ich habe mit ihm über das Community Projekt gesprochen, über die Möglichkeiten, die das Projekt Betreibern von Magento 1 Shops bietet und die Aussichten, die es ihnen für die Zukunft eröffnet.

English version: Interview with Daniel Fahlke about OpenMage

Das Ende des offiziellen Supports für Magento 1 steht unmittelbar bevor. Wie genau ist die Situation für Betreiber von Magento 1 Onlineshops?

Daniel Fahlke von OpenMage

Daniel Fahlke von OpenMage

Daniel Fahlke: Magento 1 Shopbetreiber sind derzeit in einer schwierigen Situation. Zum einen haben sie in den vergangenen Jahren schon viel Geld in ihren Shop investiert und zum anderen reicht ihnen die Zeit nicht, um jetzt noch auf Magento 2 oder ein anderes System umzusteigen. Hinzu kommt, dass sich ein solcher finanzieller Kraftakt für viele schlicht nicht rechnet, weil eine Investition in dieser Größenordnung realistisch nicht zu stemmen ist. Das Geld muss mit dem neuen Shop ja wieder reingeholt werden.

Das ist so problematisch, weil Magento 1 sein End-of-Life erreicht. Nicht nur wird nach Juni 2020 kein Download von Magento 1 mehr möglich sein, sondern das System wird auch nicht mehr weiterentwickelt. Es wird keine Sicherheitspatches mehr für Magento 1 geben. Auch der Marketplace wird sehr bald eingestellt werden. Die Situation ist absolut kritisch.

Magento Supportende

Adobe beendet den Support von Magento 1.x am 30. Juni 2020. Quelle: Screenshot marketplace.magento.com

Und das war’s dann mit Magento 1?

Daniel Fahlke: Nein. Das heißt, nur dem Namen nach war es das mit Magento 1. Aber es gibt ja den Magento 1 Fork OpenMage, der weiterhin Support erhält, also Sicherheitspatches und sogar Weiterentwicklung. Wir halten – wie bislang Magento – Augen und Ohren offen, ob irgendwo Sicherheitslücken auftauchen, um sie dann mit entsprechenden Patches zu schließen. Dazu arbeiten wir auch mit Leuten zusammen, die hauptberuflich mit dem Aufspüren und der Analyse von Sicherheitsproblemen beschäftigt sind. Zudem gewährleisten wir auch weiterhin die Kompatibilität mit der Softwareumgebung, die sich ja auch weiterentwickelt: PHP, MySQL und so weiter. Der Support für PHP 7.2 läuft Ende 2020 aus. Wir haben derweil bereits volle Kompatibilität mit PHP 7.3 und relativ guten Support für PHP 7.4 erreicht – und sind auch schon dabei, die Unterstützung für das Ende des Jahres 2020 erscheinende PHP 8 vorzubereiten.

Auch die existierenden Module werden weiterhin – zumindest in simplen Varianten – weiterhin abrufbar sein. Wir haben die Zeit genutzt, um alle noch frei verfügbaren Module herunterzuladen. So können wir sie auch nach dem End-of-Life für Magento weiterhin verfügbar machen. Das ist möglich, weil alle kostenlos angebotenen Module ja unter einer Open Source-Lizenz stehen müssen. Was wir gerade aufbauen, ist ein zentraler Index für alle Modulhersteller, die ihre Erweiterungen aktuell noch über eigene Websites oder GitHub anbieten. Diese Plattform soll die gezielte Suche nach Modulen vereinfachen, so dass niemand per Google Suche im Trüben fischen muss.

Für den Notfall, wenn Entwickler sich um ihre Extensions nicht mehr kümmern können oder möchten, übernehmen wir als OpenMage dann die Maintenance für diese Module und kümmern uns um die nötigen Patches für Sicherheit und Kompatibilität sowie das Management von Patches, die aus der Community beigesteuert werden – genau so, wie wir das im Moment für Magento 1 machen.

Wann und wie ist das Projekt entstanden?

Daniel Fahlke: Entstanden ist das Projekt Ende 2014, Anfang 2015 – also lange vor der Ankündigung des End-of-Life für Magento 1. Ursprünglich gestartet wurde das Ganze von Lee Saferite, der einen Ort bereitstellen wollte, an dem man sich die Magento Versionen mit den bereits dafür veröffentlichten Patches herunterladen konnte. Hintergrund war, das Magento über Jahre hinweg Support in Form von Patches geliefert hat, ohne dabei auch neue Versionen zu releasen. Das heißt, nach dem Download mussten zunächst einmal zwei, drei Patches heruntergeladen werden, um die Installation sicher zu machen. Das war das initiale Problem, was mit OpenMage gelöst werden sollte. Später kamen dann Colin Mollenhour, David Robinson und 2016 auch ich dazu.

Hinzu kamen dann im Lauf der Zeit noch zusätzliche Patches, die von der Community beigetragen wurden. Denn lange Zeit war es so, dass gemeldete Probleme und die oftmals gleich mitgelieferten Lösungen (Fixes) nicht in den Magento 1 Core aufgenommen wurden. Die Leute von OpenMage haben damals gebündelt, was viele Agenturen bis dato für sich in Form von eigenen Magento 1 Forks mit wichtigen Bugfixes vorhalten mussten: Das waren Textanpassungen, Lösungen für Rundungsfehler und anderes mehr.

Nach einem neuen Release von Magento konnte OpenMage meist innerhalb weniger Tage die meisten mit dem Update auf die neue Version verbundenen Probleme beheben, so dass ein Update auf die neue OpenMage Version deutlich unproblematischer verlief, als das Einspielen der entsprechenden offiziellen Magento 1 Version.

… und dann kam eines Tages die Nachricht vom End-of-life für Magento 1?

Daniel Fahlke: Ja, im Zuge des Releases von Magento 2 im November 2015 hieß es, drei Jahre später solle Schluss sein mit dem Support für Magento 1. Für manchen Shopbetreiber war das schon ein Punkt, an dem fraglich war, ob der Umstieg auf Magento 2 oder ein alternatives System wirklich ein gangbarer Weg sein würde.

Für uns im Projekt war klar, dass es von einem bestimmten Datum an, keine offiziellen Releases von Magento 1 mehr geben würde. Das war insofern von Bedeutung, als jedes Magento Release potenziell Änderungen enthalten konnte, aus denen Konflikte mit unseren zuvor durchgeführten Anpassungen entstehen würden. Aus diesem Grund hatten wir immer schon dafür Sorge getragen, möglichst wenig am Code zu ändern, um solchen Konflikten nach Möglichkeit vorzubeugen.

Im Jahr 2017 war dann vom End-of-Life für Magento 1 in 2019 die Rede und 2018 wurde das endgültige Ende im Juni 2020 besiegelt. Mit dem Näherrücken des End-of-Life haben wir unsere Strategie für die Entwicklung zuletzt geändert. Als klar war, dass es von Magento nur noch Patches und keine neuen Releases mehr geben wird, konnten wir freier agieren und endlich wichtige Aufräumarbeiten im Core angehen, so dass wir in eine zweite Phase übergehen konnten. Wir haben in den vergangenen Monaten bestehenden Magento Code berichtigt, bereinigt und neu strukturiert.

Und wann gab es die erste Version von OpenMage mit eigener Versionsnummer?

Daniel Fahlke: Das Release von OpenMage 19.4.0 war im Dezember 2019. Zu dieser Zeit haben wir wegen der großen Anzahl an Änderungen mit eigenen Versionen angefangen. Wenn man das tut, hat man durch das Semantic Versioning die Möglichkeit, zu signalisieren, wie umfangreich die Änderungen seit dem letzten Release sind.

Was genau könnt ihr Shopbetreibern anbieten?

Daniel Fahlke: Neben monatlichen Security Patches ohne ein geplantes Support-Ende hält OpenMage auch weiterhin alle freien Extensions vor. Aber wir sorgen auch für die Weiterentwicklung. Geplant ist, dass wir einmal im Jahr ein Major-Release herausbringen – mit kleineren, nicht mehr rückwärtskompatiblen Änderungen, die wir aber nach Möglichkeit vermeiden. Die Version 19 von 2019 werden wir als Long-Term-Support-Version betreiben, das heißt, dass wir sie für vier bis fünf Jahre mit Patches versorgen, während parallel jedes Jahr eine neue Major-Version erscheint, die dann auch neue Features enthalten kann. Diese neuen Features werden zunächst noch nicht ganz ausgereift sein und sind vorerst gedacht für Shopbetreiber mit eigenen Entwicklerteams, die an der Verbesserung von Funktionalität und Qualität mitwirken können. Bis zum Release der nächsten LTS-Version sollen die Features dann so weit ausgereift sein, dass sie für einen breiten Anwenderkreis geeignet sind. Den Rhythmus von einem LTS-Release alle vier bis fünf Jahre mit Support für fünf Jahre wollen wir beibehalten. Die jährlichen Releases dazwischen erhalten jeweils 18 Monate Support.

OpenMage wird kontinuierlich weiterentwickelt für die aktuellen und kommenden Versionen von PHP und MySQL und gegebenenfalls für neue Versionen des Zend Frameworks beziehungsweise mittlerweile Laminas. Da wir noch auf dem Zend Framework 1 sind, werden wir auf dem Weg zu Laminas jedoch Komponenten nach und nach austauschen, um den Übergang ohne Kompatibilitätsprobleme zu realisieren.

Und was habt ihr im Bereich Weiterentwicklung noch vor?

Daniel Fahlke: Wir stehen in Kontakt mit verschiedenen Anbietern von Progressive-Web-Apps (PWA), unter anderem Front-Commerce. Die sind natürlich daran interessiert, dass wir die Weiterentwicklung der API auf den Headless-Einsatz ausrichten, was wir auch sehr praktisch finden, weil viele E-Commerce-Systeme derzeit in den Bereich Headless gehen. Wir wollen die API so weit anpassen, dass Shopbetreiber mit OpenMage künftig ohne Weiteres mit einem PWA-Anbieter arbeiten können. Während derzeit noch jeder Anbieter seine eigene API für Magento 1 hat, arbeiten wir gemeinsam mit ihnen darauf hin, dass es fortan nur noch eine einzige API für OpenMage gibt, die alle nutzen. Für die PWA-Anbieter bedeutet das weniger Aufwand, da sie ihre eigenen Schnittstellen nicht mehr pflegen müssen.

Ein weiteres wichtiges Feld ist die Überarbeitung und Modernisierung der Basis-Themes. Magento ist in diesem Bereich ja noch sehr altmodisch. Wir arbeiten an neuen, leichtgewichtigen modernen Basis-Themes und solchen, die auf aktuelle Technologien wie Vue.js oder React zurückgreifen.

Was ist mit der Magento 1 Dokumentation: Wird die nach dem End-of-Life verschwinden?

Daniel Fahlke: Nachdem wir mehrfach bei Magento nachgefragt haben, wie sie mit der Dokumentation für Magento 1 umgehen wollen, wurde hierfür eine sehr gute Lösung gefunden: Die Magento 1 Dokumentation wurde unter einer Open Source-Lizenz auf GitHub bereitgestellt und wird für OpenMage weiterhin verfügbar bleiben.

Wie seid ihr organisiert und wie viele Leute arbeiten aktuell im Projekt mit?

Daniel Fahlke: Derzeit wird das Projekt vor allem von Freiwilligen getragen. Zusätzlich zu den fünf Hauptmaintainern gibt es sieben weitere Maintainer. Die meisten arbeiten freiwillig für OpenMage, andere werden von ihren Arbeitgebern dafür bezahlt, dass sie bei uns mitwirken. OpenMage ist keine Firma, sondern ein Community-Projekt, das von unzähligen weiteren Leuten mitgetragen und unterstützt wird. Manche schreiben Content, andere arbeiten an der Dokumentation oder prüfen und testen Patches, die beigesteuert werden. Zudem bauen wir ein Partnernetzwerk mit Agenturen und Freelancern auf, wobei die Auflistung auf unserer Website den aktuellen Stand noch gar nicht wiedergibt.

Wo liegen die Vorteile für Händler?

Daniel Fahlke: Da OpenMage auf Magento 1 basiert, profitiert es von einem hohen Qualitätsniveau, das über die langen Jahre der Weiterentwicklung erreicht worden ist. Die enge Verwandtschaft mit Magento 1 macht zudem den Wechsel verhältnismäßig unkompliziert und günstig. In der Regel ist er sogar weniger aufwendig, als einen Security-Patch von Magento einzuspielen.

Auch der laufende Betrieb eines OpenMage Shops funktioniert dann weiterhin mit einfachem Hosting und überschaubaren Kosten. Wir arbeiten als Anbieter sehr transparent und richten uns in der Arbeit nach den Bedürfnissen und Anregungen der Händler und Entwickler. Da wir nicht profitorientiert sind, können wir wirklich für die Community arbeiten. Wer OpenMage nutzt ist und bleibt dabei völlig frei, jederzeit doch noch auf Magento 2 oder ein anderes System umzusteigen. NIemand soll sich in OpenMage eingesperrt fühlen. Im Gegenteil: Wir wollen die Voraussetzungen für die Migration durch die Weiterentwicklung erleichtern.

Wo liegen die Vorteile für Entwickler?

Daniel Fahlke: Für Entwickler sind die Open Source-Lizenz, die Möglichkeit der kostenfreien Nutzung und die im Vergleich zu Magento 2 deutlich geringere Komplexität große Vorteile für OpenMage. Zudem haben sie – wie Händler auch – für die Weiterentwicklung ein Mitspracherecht und erhalten über GitHub jederzeit direkte Einsicht in aktuelle Entwicklungen.

Wie genau funktioniert der Prozess für Mitsprache und Mitgestaltung aus der Community?

Daniel Fahlke: Über einen RFC-Prozess können Vorschläge eingebracht werden. Das heißt, es muss lediglich ein speziell formatiertes Dokument – möglichst in Englisch – an uns übermittelt werden. Im Anschluss werden die Vorschläge dann transparent in der Community diskutiert und schließlich wird gemeinsam darüber abgestimmt. Und wenn in der Community Leute der Meinung sein sollten, dass die Maintainer das Projekt in eine Richtung weiterentwickeln, die sie nicht für richtig halten, können sie das Ganze per Mehrheitsbeschluss auf einen anderen Kurs bringen. Für den RFC-Prozess gibt es eine Readme auf GitHub und zusätzlich soll auch auf der OpenMage Website, die übrigens bald auch auf Deutsch bereitgestellt werden soll, eine Kontaktmöglichkeit eingerichtet werden. Über den Newsletter werden in Zukunft auch vermehrt Neuigkeiten aus der Entwicklung des Projekts kommuniziert. Für die direkte Kommunikation mit der Community setzen wir auf das IRC nicht ganz unähnliche Discord – und nicht auf das für große Community-Projekte zu eng beschränkte Slack.

Und was blüht Betreibern von Magento 1 Shops, die nach dem EOL ohne OpenMage einfach weitermachen?

Daniel Fahlke: Wer mit Magento 1 weiter arbeitet und nicht auf OpenMage umsteigt, wird in Zukunft Hackerangriffen mit allen auftauchenden Sicherheitslücken in Core und Extensions schutzlos ausgeliefert sein. Hinzu werden noch Probleme im Payment kommen. Da der Hersteller der Software, Magento, keine Sicherheitsupdates mehr für das Produkt anbietet, ist Magento 1 nicht mehr mit dem PCI konform. Visa hat deswegen vor einigen Wochen schon eine entsprechende Warnung an Shopbetreiber herausgegeben.

Mit OpenMage können Händler ihre Shops weiterhin PCI-konform betreiben?

Daniel Fahlke: Ja, während für Magento 1 in wenigen Tagen keine aktuellen Sicherheitspatches mehr verfügbar sein werden, besteht dieses Problem für OpenMage nicht. Denn wir als Hersteller kümmern uns ja darum, dass die Software regelmäßig mit allen nötigen Security-Patches versorgt wird. Als System ist OpenMage damit grundsätzlich PCI-konform. Das ist der eine von zwei im PCI definierten Bausteinen. Aber der zweite Baustein für den PCI-konformen Betrieb eines Onlineshops liegt – wie bisher auch – bei den Händlern. Sie müssen sich darum kümmern, dass die verfügbaren Patches auch in ihrer Instanz eingespielt werden.

Die Payment-Anbieter werden OpenMage vor diesem Hintergrund vertrauen und auch weiterhin Umsätze mit ehemaligen Magento 1 Shops machen wollen. Visa ist ein Sonderfall und in einer besonderen Machtposition gegenüber anderen Payment-Anbietern. Da bleibt die künftige Haltung schwierig einzuschätzen. Aber die Schnittstellen von Payment-Providern werden – zumindest in den meisten Fällen – ganz einfach weiter genutzt werden können. Immerhin zeigen wir ja in unserer Arbeit, dass wir uns vernünftig um die Sicherheit für OpenMage kümmern.

Wie viele Installationen von OpenMage gibt es schon?

Daniel Fahlke: Das direkte Ermitteln von genauen Zahlen ist für uns derzeit noch schwierig. Aktuell sind wir noch dabei, Anbieter von externen Analysen zu bewegen, dass sie OpenMage künftig separat listen, so dass deutlich wird, wie groß der Anteil von OpenMage an den aktuell noch unter Magento 1 subsumierten Shops ist.

Allein in den letzten beiden Maiwochen 2020 gab es 150 unique Git-Checkouts. Packagist hat 1244 Downloads im Mai gezählt – und die Tendenz ist eindeutig steigend. Die Verbreitung ist derzeit noch eher regional. OpenMage Shops gibt es vor allem in Deutschland, in Frankreich rund um Front-Commerce, in England rund um Lee Saferite und in den USA seit 2019, da der Hosting-Anbieter Nexcess auf OpenMage setzt.

Welche Voraussetzungen sollte ein Magento 1 Shop für den Wechsel auf OpenMage erfüllen?

Daniel Fahlke: Wir empfehlen, dass ein Shop vor dem Wechsel bereits auf Magento 1.9 läuft – möglichst auf der neuesten Version 1.9.4. Zudem wird der Wechsel deutlich aufwendiger, wenn der Shop noch auf einer veralteten 5er-Version von PHP läuft.

Das Projekt wird vielen in der Community sehr sympathisch sein. Wie können sie euch unterstützen?

Daniel Fahlke: Prinzipiell sind wir für jede Art von Vorschlägen für mögliche Unterstützung dankbar. Derzeit erfahren wir viel Unterstützung von Entwicklern, die den nie versiegenden Strom an eingehenden Patches managen. Aber auch in der Gestaltung der Website und beim Erstellen von Content ist gerade viel in Arbeit. Was die Ergänzung und Pflege von Inhalten angeht, werden wir stetig Unterstützung brauchen. Langfristig wird dann auch das Hosting für die Website und OpenMage Demoinstanzen ein Bereich sein. Und wer uns als Sponsor supporten möchte, kann das natürlich auch gern tun.

Derzeit sind wir auch dankbar, wenn für uns der Kontakt zu potenziellen Partnern hergestellt wird, also von Anbietern von Modulen und Themes. Auch heute, unmittelbar vor dem End-of-life für Magento 1 ist unser Projekt vielen noch nicht bekannt. Da wir keine Werbung machen können, sondern nur über die Community kommunizieren, freuen wir uns über alles, was unsere Sichtbarkeit erhöht – so wie dieses Interview.

Weiterführende externe Infos über OpenMage

OpenMage
GitHub Magento 1 Fork OpenMage
GitHub OpenMage hält auch weiterhin alle freien Extensions vor
Partnernetzwerk OpenMage


English version: Interview with Daniel Fahlke about OpenMage

A few weeks before the end of life for Magento 1, I (Carsten Stech) did an interview with Daniel Fahlke from OpenMage. I talked to him about the community project, about the opportunities the project offers to Magento 1 shop owners and the prospects it opens up for the future.

The end of official support for Magento 1 is imminent. How exactly is the situation for operators of Magento 1 online shops?

Daniel Fahlke from OpenMage

Daniel Fahlke from OpenMage

Daniel Fahlke: Magento 1 shop operators are currently in a difficult situation. On the one hand, they have already invested a lot of money in their shop in the past years and on the other hand, there is not enough time to switch to Magento 2 or another system now. In addition, such a financial tour de force simply does not pay off for many, because an investment of this magnitude is simply not realistically possible. The money has to be recouped with the new shop.

This is so problematic because Magento 1 is reaching its end of life. Not only will no download of Magento 1 be possible after June 2020, but the system will not be developed further. There will be no more security patches for Magento 1. The Marketplace will also be discontinued very soon. The situation is absolutely critical.

Magento support end

Adobe will end support for Magento 1.x on June 30, 2020 Source: Screenshot marketplace.magento.com

And that’s it for Magento 1?

Daniel Fahlke: No. That is, only in name it was with Magento 1. But there is the Magento 1 fork OpenMage LTS, which will continue to receive support, security patches and even further development. We keep our eyes and ears open – as we have done with Magento up to now – to see if security holes appear somewhere and then close them with appropriate patches. We also work together with people who work full-time in the detection and analysis of security problems. In addition, we continue to ensure compatibility with the software environment, which is constantly evolving: PHP, MySQL and so on. Support for PHP 7.2 will end in 2020. Meanwhile, we have already achieved full compatibility with PHP 7.3 and relatively good support for PHP 7.4 – and are already preparing support for PHP 8, which will be released at the end of 2020.

The existing modules will also continue to be available – at least in simple variants. We have used the time to download all modules that are still freely available. So we can continue to make them available after the end of life for Magento. This is possible because all free modules must be under an open source license. What we’re currently building is a central index for all module vendors who currently still offer their extensions on their own websites or GitHub. This platform should simplify the targeted search for modules, so that no one has to search in Google.

In case of emergency, when developers can’t or don’t want to take care of their extensions anymore, we as OpenMage will take over the maintenance of these modules and take care of the necessary patches for security and compatibility as well as the management of patches contributed by the community – just like we are doing for Magento 1 at the moment.

When and how was the project born?

Daniel Fahlke: The project was created in late 2014, early 2015 – long before the announcement of the end of life for Magento 1, and was originally started by Lee Saferite, who wanted to provide a place to download the Magento versions with the patches already released for them. The background was that Magento has been providing support in the form of patches for years without releasing new versions. This means that after the download, two or three patches first had to be downloaded to make the installation secure. This was the initial problem that OpenMage was supposed to solve. Later Colin Mollenhour, David Robinson and 2016 I joined the team.

In the course of time, additional patches were added, which were contributed by the community. For a long time it was the case that reported problems and the solutions (fixes), which were often included in the package, were not included in the Magento 1 core. The people at OpenMage bundled what many agencies had had to keep for themselves until then in the form of their own Magento 1 Forks with important bug fixes: these were text adjustments, solutions for rounding errors and more.

After a new release of Magento, OpenMage was usually able to fix most of the problems associated with updating to the new version within a few days, so that an update to the new OpenMage version was much less problematic than installing the corresponding official Magento 1 version.

… and then one day came the news of the end of life for Magento 1?

Daniel Fahlke: Yes, in the course of the release of Magento 2 in November 2015, it was said that three years later, support for Magento 1 would be discontinued, and for some shop owners this was a point where it was questionable whether switching to Magento 2 or an alternative system would really be a viable option.

For us in the project it was clear that from a certain date on, there would be no more official releases of Magento 1. This was important because each Magento release could potentially contain changes that would conflict with our previous customizations. For this reason, we had always taken care to make as few changes to the code as possible to prevent such conflicts if possible.

In 2017 there was then talk of the end of life for Magento 1 in 2019 and in 2018 the final end was sealed in June 2020. As the end-of-life approaches, we have recently changed our development strategy. When it was clear that Magento would only be patched and not released, we were able to act more freely and finally tackle important cleanup work in the core, so that we could move on to a second phase. Over the past months we have corrected, cleaned up and restructured existing Magento code.

And when was the first version of OpenMage with its own version number?

Daniel Fahlke: The release of OpenMage 19.4.0 was in December 2019, at which time we started with our own versions because of the large number of changes. When you do that, semantic versioning gives you the opportunity to signal how extensive the changes are since the last release.

What exactly can you offer shop owners?

Daniel Fahlke: Besides monthly security patches without a planned support end, OpenMage will continue to provide all free extensions. But we also take care of further development. It is planned to release a major release once a year – with minor changes that are no longer backwards compatible, but which we avoid if possible. Version 19 of 2019 will be a long-term support version, which means that we will provide patches for four to five years, while a new major version will be released every year, which may also contain new features. These new features will not be fully developed yet and are initially intended for shop operators with their own development teams who can contribute to improving functionality and quality. By the time the next LTS version is released, the features should be mature enough to be suitable for a wide range of users. We want to maintain the rhythm of one LTS release every four to five years with support for five years. The annual releases in between will each receive 18 months of support.

OpenMage will be continuously developed for the current and upcoming versions of PHP and MySQL and, if necessary, for new versions of the Zend Framework or, in the meantime, laminas. Since we are still on Zend Framework 1, we will however gradually exchange components on the way to Laminas in order to realize the transition without compatibility problems.

And what else do you have planned in the area of further development?

Daniel Fahlke: We are in contact with various providers of Progressive Web Apps (PWA), including front-end commerce. They are of course interested in us aligning the further development of the API to headless use, which we find very practical, because many e-commerce systems are currently going headless. We want to adapt the API so that shop operators with OpenMage can easily work with a PWA provider in the future. While currently every vendor still has its own API for Magento 1, we are working with them to ensure that from now on there is only one API for OpenMage that everyone uses. This means less effort for the PWA vendors as they no longer have to maintain their own interfaces.

Another important field is the revision and modernization of the basic themes. Magento is still very old-fashioned in this area. We are working on new, lightweight modern basic themes and those that use current technologies such as Vue.js or React.

What about the Magento 1 documentation: Will it disappear after the End-of-Life?

Daniel Fahlke: After we asked Magento several times how they wanted to handle the documentation for Magento 1, a very good solution was found: The Magento 1 documentation has been made available under an open source license on GitHub and will remain available for OpenMage.

How are you organized and how many people are currently working on the project?

Daniel Fahlke: At the moment, the project is mainly supported by volunteers. In addition to the five main maintainers, there are seven other maintainers. Most of them work voluntarily for OpenMage, others are paid by their employers to work with us. OpenMage is not a company, but a community project, which is supported by countless other people. Some write content, others work on documentation or review and test patches that are contributed. In addition, we are building a partner network with agencies and freelancers, although the list on our website does not reflect the current status at all.

What are the advantages for dealers?

Daniel Fahlke: Since OpenMage is based on Magento 1, it benefits from a high quality level that has been achieved over the long years of further development. The close relationship to Magento 1 also makes the change relatively uncomplicated and inexpensive. As a rule, it is even less complex than applying a security patch from Magento.

The ongoing operation of an OpenMage Shop will then continue to function with simple hosting and manageable costs. As a provider, we work very transparently and are guided by the needs and suggestions of merchants and developers. Since we are not profit-oriented, we can really work for the community. Whoever uses OpenMage is and remains completely free to switch to Magento 2 or another system at any time. No one should feel locked up in OpenMage. On the contrary: We want to ease the conditions for the migration through further development.

What are the advantages for developers?

Daniel Fahlke: For developers, the open source license, the possibility of free use and the significantly lower complexity compared to Magento 2 are great advantages for OpenMage. In addition, they – as well as merchants – have a say in the further development and can get direct access to current developments at any time via GitHub.

How exactly does the process for participation and co-design from the community work?

Daniel Fahlke: Proposals can be made via an RFC process. This means that only a specially formatted document – preferably in English – has to be submitted to us. The proposals are then discussed transparently in the community and finally voted on together. And if people in the community think that the maintainers are developing the project in a direction they don’t think is right, they can change the course by majority vote. There’s a readme for the RFC process on GitHub, and there’s also a contact option on the OpenMage website, which will be available in German soon. The newsletter will also be used to communicate news from the development of the project in the future. For direct communication with the community, we will use Discord, which is not too dissimilar to the IRC, and not the Slack, which is too narrowly limited for large community projects.

And what will happen to Magento 1 shop owners who simply continue after the EOL without OpenMage?

Daniel Fahlke: If you continue to work with Magento 1 and do not switch to OpenMage, you will be defenseless against hacker attacks in the future, with all the security holes in core and extensions. In addition, there will be problems with payment. Since the manufacturer of the software, Magento, no longer offers security updates for the product, Magento 1 is no longer PCI compliant. Visa has therefore already issued a warning to shop owners a few weeks ago.

With OpenMage, can merchants continue to operate their shops PCI compliant?

Daniel Fahlke: Yes, while no current security patches will be available for Magento 1 in a few days, this problem does not exist for OpenMage. Because we as the vendortake care that the software is regularly supplied with all necessary security patches. Merchants using OpenMage can therefore be PCI compliant. This is one of two components defined in PCI. But the second component for the PCI-compliant operation of an online shop is – as before – the responsibility of the merchants. They must ensure that the available patches are also applied in their instance.

Against this background, payment providers will trust OpenMage and want to continue to generate sales with former Magento 1 shops. Visa is a special case and in a special position of power over other payment providers. It remains difficult to assess the future position. But the interfaces of payment providers will – at least in most cases – simply continue to be used. After all, our work shows that we are taking reasonable care of security for OpenMage.

How many installations of OpenMage are there already?

Daniel Fahlke: The direct determination of exact figures is still difficult for us at present. Currently we are still in the process of persuading providers of external analyses to list OpenMage separately in the future, so that it becomes clear how large OpenMage’s share of the shops currently still subsumed under Magento 1 is.

In the last two weeks of May 2020 alone, there were 150 unique git checkouts. Packagist counted 1244 downloads in May – and the trend is clearly upwards. The distribution is currently still rather regional. OpenMage Shops are mainly in Germany, in France around Front-Commerce, in England around Lee Saferite and in the USA since 2019, because the hosting provider Nexcess relies on OpenMage.

Which requirements should a Magento 1 shop meet to switch to OpenMage?

Daniel Fahlke: We recommend that a shop already runs on Magento 1.9 before the switch – if possible on the latest version 1.9.4. In addition, the switch is much more complex if the shop still runs on an outdated 5 version of PHP.

The project will be very sympathetic to many in the community. How can they support you?
Daniel Fahlke: In principle we are grateful for any kind of suggestions for possible support. We are currently receiving a lot of support from developers who manage the never-ending stream of incoming patches. But also in the design of the website and the creation of content there is a lot of work in progress. As far as the addition and maintenance of content is concerned, we will need constant support. In the long run, hosting for the website and OpenMage demo instances will be an area of expertise. And if you want to support us as a sponsor, you are welcome to do so.

At the moment we are also thankful when contact is made for us with potential partners, i.e. providers of modules and themes. Even today, just before the end of life for Magento 1, our project is still unknown to many. Since we can’t advertise, but only communicate through the community, we are happy about anything that increases our visibility – like this interview.

Further external information about OpenMage

OpenMage
GitHub Magento 1 Fork OpenMage
GitHub OpenMage still keeps all free extensions available
Partner network OpenMage

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