Onlineshop SEO: Strukturierte Daten für mehr Umsatz

Strukturierte Daten werden ein immer wichtigerer Faktor für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Onlineshops. Google hat nun erklärt, welche zusätzlichen Möglichkeiten Händler künftig haben werden, um ihre Produkte mithilfe von Rich Data direkt in den Suchergebnissen noch besser präsentieren zu können. Wir erklären, was Shopbetreiber tun müssen, um ihren Umsatz mithilfe strukturierter Daten signifikant zu erhöhen.

Wie funktioniert Onlineshop SEO mit strukturierten Daten?

Damit die Produkte eines Shops von Suchmaschinen präzise erkannt und perfekt in den Suchergebnissen präsentiert werden können, müssen am Quelltext des Shops Änderungen vorgenommen werden, die Crawlern die Arbeit erleichtern. Die Performance der Produkte in den Suchergebnissen kann dann durch Händler mithilfe praktischer Tools überwacht und optimiert werden.

Unsichtbar aber wirksam: Strukturierte Daten im Quelltext

Für Onlineshops ist es sinnvoll, strukturierte Daten für die Produkte zu integrieren. Dabei wird das Markup des Shops um standardisierte Bestandteile zur Auszeichnung von Produkten erweitert, so dass Crawler beim Aufrufen der Artikeldetailseiten alle Produktinformationen direkt einlesen und sicher zuordnen können. Auf die Darstellung im Frontend des Shops haben diese Anpassungen keine Auswirkungen.

Markup für strukturierte Daten

Markup für strukturierte Daten (links) und daraus extrahierte Daten (rechts)

Automatisch erkannt: Maschinenlesbare Produkte

Attribute und Eigenschaften von Produkten werden auf Produktdetailseiten üblicherweise im Volltext oder in Form von für Maschinen nicht unmittelbar zu “verstehenden” Tabellen präsentiert. Dort werden sie von Crawlern zwar erfasst, können über die URL und assoziative Leistungen des eigenen Algorithmus letztlich aber nur unscharf mit einem auf einer Shopseite dargestellten Produkt als Entität verknüpft werden. Das ändert sich grundlegend, sobald strukturierte Daten in den Quelltext integriert werden. Anhand des festen Schemas kann das Produkt mit sämtlichen Eigenschaften automatisch eingelesen und später als strukturierter Datensatz perfekt verarbeitet werden.

Überwachen und optimieren: Suchergebnisse als Showcase

Die eingelesenen strukturierten Produktdaten werden durch die Suchmaschinen weiterverarbeitet. Google ist in diesem Bereich bereits sehr weit und spielt Shop-Produkte – insbesondere auf mobilen Endgeräten – schon seit Jahren bevorzugt an potenzielle Online-Einkäufer aus. (In einem Beitrag zu den sogenannten Rich Cards von 2016 haben wir das schon einmal dargestellt.)

Produkt mit strukturierten Daten

Produkt mit Preis und Verfügbarkeit in den Google Suchergebnissen und in der Bildersuche (mobil)

Händler können anhand einer Reihe von Tools zudem immer unkomplizierter steuern und überwachen, wie ihre mit strukturierten Daten versehenen Produkte von den Suchmaschinen erfasst und gerankt werden.

Welche Entwicklungen gibt es aktuell bei Google?

Von Google wurde kürzlich in einem Beitrag im Webmaster Blog verlautbart, dass Händler in Zukunft noch weitreichender und komfortabler auf strukturierte Daten zurückgreifen können, wenn sie das Sortiment ihres Shops bereits in den Suchergebnissen unter die Leute bringen möchten:

  • In der Search Console gibt es nun auch einen Bericht “Produkte”, in dem übersichtlich dargestellt wird, ob und wo es Probleme mit unvollständig oder fehlerhaft mit strukturierten Daten versehenen Produkten gibt. Sobald das Problem durch den Händler behoben worden ist, lassen sich die betroffenen Seiten erneut crawlen, um die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen zu können. Detaillierte Informationen zur korrekten Auszeichnung von Produkten mit strukturierten Daten liefert Google hier.
  • Im Merchant Center, für das sich Händler hier eigens anmelden müssen, bietet Google Shopbetreibern zudem die Möglichkeit, aktuelle Informationen zu ihren Produkten direkt als Datenfeed zu übertragen. Die auf diesem Weg übertragenen Produktdaten werden dann zur Anzeige von Produkten in den Suchergebnissen sowie in der Bildersuche genutzt. Dieser Service steht zunächst US-Händlern zur Verfügung und wird schon bald in weiteren Ländern freigeschaltet werden. Google betont dabei, dass es nicht möglich ist, die Performance der eigenen Produkte in diesem Dienst gegen Bezahlung zu verbessern. Auch das Betreiben einer Google Ads Kampagne ist ausdrücklich keine Voraussetzung. Wer jedoch Google Ads bereits mit dem Merchant Center zur Ausspielung von Anzeigen in Google Shopping nutzt, sollte besonders darauf achten, dass es zwischen den strukturierten Daten der Website und den per Feed bereitgestellten Daten keine Abweichungen gibt.
  • Hersteller sollen zudem im Manufacturer Center noch mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Produkte durch das Bereitstellen von maßgeblichem Textmaterial wie Produktbeschreibungen, exakten Daten zu verfügbaren Produktvarianten sowie hochwertigen Bildern und Videos für die Präsentation in Googles prominent platziertem Knowledge-Panel perfekt aufzustellen.
  • Produktinformationen im Google Knowledge Panel

Brauchen Sie Unterstützung?

Wenn Sie Hilfe bei der Implementierung von strukturierten Daten für Ihren Shop brauchen, wenden Sie sich gern an uns. Mit viel Erfahrung und Know-how platzieren unsere Experten Ihre Produkte prominent in den Suchergebnissen.

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Dieser Beitrag wurde am von Splendid Internet veröffentlicht/zuletzt bearbeitet.

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