Matomo – Die Google Analytics Alternative für Ihren Onlineshop

Aktuelle Gerichtsurteile zum Datenschutz im Internet werfen neue Fragen für Betreiber von Onlineshops auf. Wie sieht die Zukunft des Web-Controllings ohne Cookies aus? Und welche Anbieter schützen die Daten meiner Kunden ausreichend? Google Analytics bietet auf keine der beiden Fragen eine zufriedenstellende Antwort. Zum Glück gibt es Alternativen für das Web-Controlling: Das Open Source-Projekt Matomo zum Beispiel. Es kommt völlig ohne Cookies aus und speichert die Daten lokal auf Ihrem Server. Dadurch behalten Sie die Kontrolle über Ihre Daten.

Matomo hieß früher Piwik

Matomo war lange Zeit unter dem Namen Piwik bekannt. 2018 wurde die Marke neu aufgestellt und hat den Namen Matomo bekommen. Zuvor hatte das Open Source-Tool bereits zehn Jahre Erfahrung gesammelt. Das Unternehmen zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es großen Wert auf den Datenschutz und die Privatsphäre von Internetnutzern legt. Darum ist Piwik derzeit das meistgenutzte Analyse-Tool nach Google Analytics.

Web-Controlling ohne Cookies

Die Vorteile von Matomo liegen auf der Hand: Shopbetreiber müssen sich nicht um ein adäquates Cookie-Consent-Tool bemühen, da der Piwik Nachfolger komplett ohne Cookies auskommt. Das ist insbesondere im Hinblick auf das Urteil des BGH zum Einsatz von Cookies im Mai 2020 ein ausgesprochen wichtiger Punkt. Der Kunde wird dadurch in seinem Einkaufserlebnis nicht negativ durch die Frage nach der Einwilligung zum Sammeln von personenbezogenen Daten zur Auswertung des Nutzerverhaltens beeinflusst, weshalb mit geringeren Absprungraten und höheren Konversionsraten zu rechnen ist. Interessierte Besucher werden Shopbetreibern sogar dankbar sein, dass ihre Daten nicht auf Servern außerhalb der Europäischen Union gespeichert werden, wo – wie in den USA – staatliche Sicherheitsbehörden Zugriff darauf haben. Mit Matomo werden die Daten für das Web-Controlling ausschließlich auf Ihren Servern gespeichert und Sie behalten die Kontrolle.

Genauere Daten als Google Analytics

Auch wenn auf den Geräten der Besucher ohne deren Einwilligung keine Cookies gesetzt werden dürfen, müssen Betreiber von Websites und Onlineshops nicht auf umfangreiche Analysedaten verzichten. Per JavaScript erfasst Matomo alle Kennzahlen, die Sie auch aus anderen Tools, wie zum Beispiel Google Analytics, kennen:

  • Anzahl Besuche einzelner URLs
  • Durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro URL
  • Durchschnittliche Generierungszeit pro URL
  • Absprungraten und Ausstiegsraten
  • Klickpfade
  • Akquisitionskanäle (Search, Social, Referral)
  • Aktionen pro Besuch
  • Klicks auf ausgehende Verweise
  • Interne Suchbegriffe
  • Downloads
  • Standorte, Geräte, Bildschirmauflösung und Browser der Besucher
  • Besuchszeiten in Stunden und Wochentagen
  • Individuelle Besucher-Logs (anonymisiert)

Die Besucher-Logs bilden sogar einen großen Vorteil gegenüber anderen Analyse-Tools. Damit können einzelne Customer Journeys genau nachvollzogen werden. Anhand dieser kann der Kaufprozess sehr genau optimiert werden. Matomo ist dadurch mehr als nur eine Google Analytics Alternative.

Über die Akquisition durch Social Media lässt sich das Verhalten von Besuchern messen, die über Facebook, Instagram, YouTube und so weiter in Ihren Onlineshop gelangen. So lässt sich feststellen, ob das eigene Social Media Marketing effektiv ist.

Die Kampagnenansicht von Matomo zeigt den Erfolg von Google Ads und Bing Ads an, damit Werbeanzeigen auch ohne den Einsatz von Cookies exakt ausgesteuert werden können. Durch die richtigen Einstellungen können die Besucher-Logs und andere Daten genutzt werden, ohne die Privatsphäre von Shopbesuchern zu gefährden.

Das Dashboard von Matomo mit unterschiedlichen Graphen und Daten.

Das Dashboard von Matomo. Die Darstellung der Daten ist individuell anpassbar.

Matomo datenschutzkonform konfigurieren

Damit Matomo der DSGVO entspricht, müssen einige Einstellungen getätigt werden. Dies geschieht im Backend der Website oder des Onlineshops und benötigt eine gewisse Expertise. Hier müssen unter anderem Cookies deaktiviert und IP-Adressen anonymisiert werden. Danach lässt sich Matomo ohne schlechtes Gewissen nutzen und es können wie gewohnt Daten analysiert werden. Für die Shopsysteme Magento und Shopware gibt es übrigens bereits fertige Extensions, die teilweise noch unter dem Namen Piwik laufen.

Das Self-Hosting verpflichtet Shopbetreiber allerdings auch dazu, selbst aktiv dafür zu sorgen, dass die Daten ausreichend geschützt sind. Das Hosting von Shop und Matomo auf Servern in Deutschland ist hierfür eine gute Grundlage.

Konfiguration von Matomo im Backend einstellen.

Die Konfiguration von Matomo im Backend.

Die Alternative für Ihren Onlineshop

Über eine Million Websites nutzen Matomo bzw. Piwik mittlerweile. Aufgrund der vielen Vorteile des Analyse-Tools empfehlen wir, sich mit Matomo als Alternative zu Google Analytics auseinander zu setzen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Implementierung oder zeigen Ihnen im Rahmen eines Coachings, wie Sie die Daten optimal zur Verbesserung Ihres Onlineshops nutzen.

Jetzt Kontakt aufnehmen!

Dieser Beitrag wurde am von Splendid Internet veröffentlicht/zuletzt bearbeitet.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.