Bericht von der mageunconference 2017

Am 4. und 5. März 2017 fand die mageunconference 2017 statt. Die dritte Auflage der Veranstaltung war zugleich eine Premiere – nämlich das erste Treffen nach dem Umzug des Events von Berlin nach Köln. Voll war es, natürlich ausgebucht, und echt spannend. Sowohl in den Sessions als auch in den Kaffeepausen dazwischen. Oder umgekehrt: sowohl in den Kaffeepausen als auch in den Sessions dazwischen.

Was ist eine “unConference”?

Die Sache mit den Kaffeepausen scheint nämlich der entscheidende Punkt zu sein, wenn man eine “unConference” von einer ganz normalen Konferenz zu unterscheiden versucht. Bei einer unConference stehen die Teilnehmer und der Austausch untereinander im Vordergrund. Es gibt kein im Vorfeld festgelegtes Programm, es werden keine Vorträge und Sprecher angekündigt. Stattdessen werden vormittags von den Teilnehmern Vorschläge zu Sessions gemacht, über deren jeweiliges Zustandekommen dann gemeinsam abgestimmt wird. Zwischen den 45 minütigen Sessions (spontane Vorträge, Workshops, moderierte Diskussionen) gibt es dann jeweils eine halbe Stunde Kaffeepause. Und es gibt Leute wie Judith Andresen, die behaupten, das wichtigste Merkmal einer unConference im Unterschied zu ähnlichen Events sei, dass hier die Kaffeepause zum Prinzip des Ganzen erhoben werde. Es geht also hauptsächlich um Kaffee. Da ist es natürlich gut, wenn man so einen netten Sponsor wie Splendid Internet hat, der den Kaffee für die gesamte mageunconference 2017 spendiert.

Was wurde geboten bei der unconference 2017?

Das spontan zusammengestellte Programm der mageunconference 2017 konnte sich wirklich sehen lassen (und lässt sich auf der offiziellen Website übrigens auch nachlesen). Wir gehen in unserem kleinen Bericht allerdings nur auf die Sessions ein, an denen “wir” (in Person von Carsten) auch teilgenommen haben.

Max Yekaterynenko, Director of Community Engineering bei Magento, ließ es sich nicht nehmen, auf seiner Europatour an der mageunconference teilzunehmen und am Samstag in einer spannenden Session zu erklären, wie Pull Requests eingebracht werden können, was für alle interessierten Entwickler auch anschaulich in den Magento DevDocs beschrieben ist. Weiter ging es für uns nach einer sehr guten und ausgedehnten Kaffeepause mit der Session von Andrew Howden und Dima Korelsky zum Einsatz von Docker in der Produktion, wobei sich vieles um das ursprünglich von Google entwickelte Kubernetes für das Management von Container Clustern mit maximaler Skalierbarkeit und das praktische Tool Helm für die Arbeit mit vorkonfigurierten Kubernetes Paketen, sogenannten Charts, drehte.

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück gleich wieder weiter mit Dima und dem Thema Docker. Diesmal stand dabei der Einsatz von Docker Composer in Production/Stage und im Deployment im Mittelpunkt. Es folgte natürlich eine ganz hervorragende, nicht zu kurz geratene Kaffeepause und im Anschluss daran die Session von Matthias Walter zu seiner auf Robo basierenden Lösung für das Magento 2 Deployment mit verbesserten Deployer-Skripten. Danach war wieder eine Kaffeepause fällig, bevor es schon wieder um Deployment ging – nämlich in der Fortsetzung der von von Fabrizio Branca und Bastian gegebenen Session zum Continous Deployment vom Samstag. Dabei ging es um eine Lösung für das Deployment mit Jenkins auf Amazon Webservices (AWS), die übrigens – und hier schloss sich der Kreis unseres Session-Programms – auch nicht ohne Docker und Kubernetes auskommt. Noch vor dem Ende des zweiten Teil des Continuous Deployments, das ja ohnehin naturgemäß immer weiter geht, war für uns die mageunconference 2017 leider schon wieder vorbei und wir mussten noch vor der letzten Kaffeepause und den letzten Sessions wieder nach Kiel aufbrechen.

Unbedingt Erwähnung finden müssen aber noch die tolle Pre-Party und die Party. Ein Teilnehmer hat es in der Kölner Freitagnacht sogar so weit gebracht, dass er erst gegen Samstagabend wieder zu sich kam, um dann auch gleich – ohne noch bei der eigentlichen mageunconference zu erscheinen – nach Hause zu fahren.

Was bleibt? Viel Technik!

Und was bleibt von der mageunconference 2017? Ganz viel Technik. Für die Arbeit mit Magento Shops gibt es immer mehr praktische Tools und für die Arbeit mit diesen Tools dann wiederum andere Tools – und so weiter. Der Input zu den unterschiedlichen Lösungsansätzen für intelligentes Development, Staging und Deployment war ganz hervorragend. Und wer an den Sessions teilgenommen hat, wird sicherlich so manchen Ansatz für die eigene Arbeit mit nach Hause genommen haben. Eine sehr gelungene unConference also. Aber der Kaffee in den Pausen, der war eben auch wirklich sehr, sehr gut.

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